Japan 

 

 

 

 

 


                                                         

 

 

                                                      

 


Inhaltsverzeichnis

 

 

Seite 3) Kurzangaben zu Japan

 

Seite 4) Vergleiche mit der Schweiz

 

Seite 5) Geschichte Japans

 

Seite 6) Feudalzeiten

 

Seite 7) Die moderne Zeit

 

Seite 9) Von 1945 bis zur Gegenwart

 

Seite 12) Die Regierung

 

Seite 14) Grossprojekte

 

Seite 15) Biowissenschaft

 

Seite 16) Sehenswürdigkeiten

 

Seite 17) Asakusa

 

Seite 18) Sport und Freizeit

 

Seite 22) Religion und Glaube

 

Seite 23) Jährliche Ereignisse

 

Seite 26) Lexikon

 


Kurzangaben zu Japan

 

Die Fläche von ganz Japan beträgt 377’819 Quadratkilometer. Die Schweiz, eines der kleinsten Länder Europas, besitzt 4’100 Quadratkilometer. Das Land Japan, ist wie ein Bogen geformt und liegt vor der Ostküste Asiens. Es besitzt ungefähr 0,3% der gesamten Eroberfläche. Japan ist in acht Teile aufgeteilt. Die Insel, die am nördlichsten ist, heisst Hokkaido. Auf der Hauptinsel Honshu, sind Tohoku, Kanto, Chubu, Kinki und Chugoku. Es hat jetzt noch zwei Inseln die hier nicht genannt wurden. Nämlich Shikoku und Kyushu. Diese sind einfach ein wenig unterhalb der Hauptinsel.

Die japanischen Inseln sind in einem sogenannten Monsumgebiet. Das Klima ist allgemein ein gemässigtes Klima. Doch kann es von Ort zu Ort verschieden sein! Die kontinentalen Luftströmungen aus Nordwesten, beeinflussen das Winterwetter und die ozeanischen Luftströmungen, sorgen für das Sommerwetter. In den meisten Teilen Japans heben sich die 4 Jahreszeiten klar auseinander. Allem voraus, kommt zuerst eine Regnzeit, die mit der Ausnahme von der Insel Hokkaido, alle mit sich einnimmt. Diese dauert etwa einen Monat. Der darauffolgende Sommer, ist schwül und warm. Er beginnt so Mitte Juli.

Der Winter ist auf den pazifischen Seiten eher mild und hat viele sonnige Tage. Jedoch wenn man auf der Seite der japanischen Meeres ist, sollte man lieber dicke Kleidung tragen. Dort sind die Winter nämlich eher verhangen. Die Gebirgsregionen im Innern Japans zählen zu den schneereichsten Gegenden der Welt. Ein Kennzeichen von Hokkaido sind ebenfalls die strengen Winter, die dort vorkommen. Der Frühling und der Herbst haben meistens warme Tage mit viel Sonnenschein. Die berühmten und berüchtigten Taifune sind im September sehr häufig.

Wie wir sicher alle wissen, ist die Hauptstadt aller Inseln Tokyo.

 

Satellitenbild von Japan.


Vergleiche zu der Schweiz:

 

 

Tokyo hat 11,8 Millionen Einwohner

Bern hat 100'000 Einwohner

Bern hat 0.084’745% der Einwohner, die Tokyo hat!

 

 

 

Japan hat rund 126 Millionen Einwohner

Die Schweiz hat nur gerade 7,2 Millionen Einwohner

Die Schweiz hat rund 5,68% der Einwohner Japans!

 

 

 

Japan hat 377'819 Quadratkilometer Landesfläche

Die Schweiz hat 4’100 Quadratkilometer Landesfläche

Die Schweiz hat 1,085% der Landesfläche von Japan.

Japan              Schweiz                         Prozente

 

 

 

Japan                                               Schweiz

 

           

Ein kleiner Ausschnitt der Millionen-            Der Alte Hauptstadtteil von Bern.

Hauptstadt Tokyo!


Die Geschichte Japans

 

Seit mehr als 100000 Jahren, sind die Inseln schon besiedelt. Die Archäologen haben herausgefunden, dass man früher dort von jagen und sammeln gelebt hatte. Mit der Zeit hatten sich dann schon die ersten Waffen, die aus fein bearbeiten Steinen waren, entwickelt. Mehr und mehr solche Dinge wie zum Beispiel eben die Waffen, wurden erfunden.

Ungefähr um das Jahr 300 vor Christus wurden die landwirtschaftlichen Anbauten beliebt. Sie bestanden hauptsächlich aus Reisplantagen. Damals wurden schon die ersten Techniken der Metallbearbeitung vom asiatischen Kontinent her, eingeführt. Die japanische Bevölkerung benutzten Eisenwaffen und die Werkzeuge in ihrem alltäglichen Leben um die landwirtschaftlichen Produktionen zu seigern. In dieser Zeit entstanden immer tiefere Klüfte zwischen den Herrschenden und den normalen Arbeitern. Es führte zu kleineren Staaten, die aus Arbeitern und Regierenden bestanden. Sie nannten diese Zeit die Yayoi-Zeit.

Allmählich aber schlossen sich die kleinen Staaten zusammen. Bis zum vierten Jahrhundert hatte sich in Yamato, der heutigen Präfektur (Würde und Wohnung des „Vorgesetzten“), eine starke politische Autorität herausgebildet. Diese herrschte über die Nation. In der Zeit vom vierten zum sechsten Jahrhundert erlebte Japan grosse Entwicklungen in der Landwirtschaft. Genau in diesen Jahrhunderten, „übernahmen“ die Japaner auch die chinesische Kultur und den Buddhismus oder den Konfuzianismus. Ungefähr am Ende des vierten Jahrhundert, stellte Japan den Kontakt zu dem Königreich auf der koreanischen Halbinsel her. Aus Korea kamen neue Kenntnisse der Weberei, der Metallverarbeitung, der Gerberei und des Schiffbau.

Auch die Schrift übernahm Japan von China. Mit Hilfe dieses Mediums lernten sie auch die Medizin, die Funktion des Kalenders, so wie die Astronomie und Philosophie des Konfuzianismus.

Eine Hauptstadt entstand 794 in Kyoto. Dort ruhte fast 1000 Jahre der Thron.

 

Gegen Ende des 9. Jahrhunderts wurde der Kontakt zu China unterbrochen. So konnte Japan ihre eigenen Wesensmerkmale und Formen herstellen. Es war die Übernahme der chinesischen Schriftzeichen. Da ihnen die chinesische Schrift zu kompliziert war, änderten sie diese leicht ab. Man nannte diese neu erfundene Schrift Kana.

Das Leben der Hauptstadt, zeichnete sich durch grosse Eleganz und   Kultiviertheit aus. Der Hof jedoch, gab sich mehrheitlich nur noch den Künsten und den gesellschaftlichen Vergnügungen ab. Dadurch verschwand seine Autorität über die kriegerischen Clans in den Provinzen mehr und mehr. Eine gute Kontrolle über das Reich entglitt allmählich ihren Händen.

So stritten sich die zwei rivalisierenden Kriegerfamilien, die Minamotos und die Familie Tairas, die ihre Herkunft von früheren Kaisern zurückführten, um das Land. Dies wurden die heftigsten und härtesten umkämpften Auseinandersetzungen, der bisherigen Geschichte. Am Ende siegten die Minamatos. Sie schlugen die Tarais 1185, in der heldenhaften Schlacht von Dannoura, in der japanischen Inlandsee.

 

Feudalzeit

 

Der Sieg der Minamatos, kennzeichnete den eigentlichen Niedergang des kaiserlichen Thrones als Ursprung einer wirksamen politischen Macht. Jedoch den Beginn einer sieben Jahrhundert dauernden Feudalherrschaft, unter einander folgenden Shogunen oder Militärstatthaltern.

1192 erreichte Yoritomo, das Haupt der siegreichen Familie der Minamo, das Shogunat, eine Militärregierung in Kamakura, in der Nähe des heutigen Tokyo. Er hatte somit gewisse Verwaltungbefugnidsse, die sonst nur die Kaiser von Kyoto besassen. Er wollte eine strenger Ausbildung der kriegerischen Künsten und Disziplinen, die leider notwendig waren, um gegen die widerspenstigen Clanfürsten in den weiter abgelegener Provinz ausüben zu können. Diese Zeit nannte man die Kamakuta-Zeit. Es war ein Ära, in der Bushido der Weg des Samurai oder des japanischen Rittertums vorherrschte.

Nach einer Regierung von zwei Jahrhunderten sah sich das Shogunat in Muromachi einer wachsender Herausforderung rivalisierenden Clans gegenüber. Diese zweifelten seine Autorität an. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts, wurde Japan von Bürgerkriegen zerrissen, die von Provinzfürsten im Kampf um die Vorherrschaft geführt wurden.

Erst der grosse General Hideyoshi Toyotomi, stellte 1590 wieder Ordnung  im Lande her. In den Jahren 1592 und 1597 unternahm Hideyoshi zwei Invasionen in Korea, die aber wegen des koreanischen und chinesischen  Widerstandes scheiterten. Sein Werk der Einigung und Befriedung Japans wurde durch Iseyasu Tokugaw, den Gründer des Tokugawa-Shogunates, gefestigt. In dieser Übergangperiode der Bürgerkriege, wurden viele der berühmtesten japanischen Schlösser errichtet.

Nachdem Iseyasu Tokugaw seine Position als Herrscher über ganz Japan voll gefestigt hatte, gründete er sein Shogunat 1603 in Edo. So hiess das heutig Tokyo. Dies war einer der wichtigsten Wendepunkte in der japanischen Geschichte. Iseysasu schuf die Formen, in denen sich fast das ganze Leben der Nation, insbesondere auf politischem und sozialem Gebiet, in den nächsten 265 Jahren bewegen sollte.

Damals machte er einen drastischen Fehler. Er wollte, dass Japans Tore für die Aussenwelt völlig schliessen. Der Ansturm von den Europäer, die damals hauptsächlich Kaufleute waren und die Feuerwaffen mitbrachten, hatten einen starken Einfluss auf Japan. Sie verursachten zahlreiche Konversionen und so kam das Shogunat zu der Auffassung, das Christentum könnte eine ebenso explosive Macht sein, wie die Feuerwaffen, die sie mitbrachten. Das Christentum wurde schliesslich verboten und das Shogunat verweigerte allen Ausländern die Einreise nach Japan. Nur eine Hand voll holländischer Kaufleute deren Aufenthalt auf der kleinen Insel Dejima, in der Bucht von Nagasaki beschränkt wurde, einiger Chinesen die in Nagasaki lebten und gelegentlicher königlicher Abgesandte Leute der Lee- Dynastie aus Korea, wurde erlaubt. Diese Leute bildeten für zweieinhalb Jahrhunderte den einzigen Kontakt zur Aussenwelt. Durch die Händler auf Dejiema, waren japanische Gelehrte während der langen Isolation des Landes, in der Lage sich das westliche Wissen über die Medizin und über andere Wissenschaften anzueignen.

Gegen Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts, geriet Japan immer mehr unter Druck, seine Küste der übrigen Welt zu öffnen. Im Landesinnere empfand man mit dem Fortschreiten der Zeit die strenge soziale und politische Struktur, die Iseyasu damals geschaffen hatte, immer mehr als eine drückende Last.

Nach 1853, schloss Japan mit verschiedenen Ländern, ähnliche Verträge wie Freundschaftsverträge. Darunter kamen Russland, Frankreich, Grossbritannien, die Niederlande vor. Amerika, war das einzige Land, dass mit Japan einen wirklichen Freundschaftsvertrag schloss.

Die Auswirkungen dieser Ereignisse verstärkten den Druck der sozialen und politischen Strömungen. Diese höhlten die Grundlagen der Feudalstruktur aus. Es entstanden grosse Unruhen, bis schliesslich das Feudalsystem des

Tokugawa-Shogunats zusammenbrach.

 

Die moderne Zeit

 

Die Meiji-Zeit (1868-1912), ist eine der bemerkenswertesten Zeiten ganz Japans. Unter dem Kaiser Maiji machte sich das Land daran, in nur wenigen Jahrzehnten das zu erreichen, für dessen Entwicklung die Länder im Westen Jahrhunderte brauchten. Japan schaffte es, in kurzer Zeit, eine moderne politische Institution, einer modern Gesellschaftsordnung und moderne Industrie herzurichten.

In den ersten Jahrhunderten, verlegte der Kaiser den Thronsitz in die Hauptstadt von Kyoto, also nach Edo. Diese Stadt wurde in Tokyo umbenannt, was auf Deutsch übersetzt „Östliche Haupstadt“ heisst. Die Alten Klassen, in die die Gesellschaft in der Feudalzeit eingeteilt gewesen war, wurden abgeschaffen.

 

Die sogenannte Meijing-Restaurtion war wie der Bruch eines Dammes, hinter dem sich die Energie und Kräfte von Jahrhunderten angestaut hatte. Dies war bis in die fremden Länder zu fühlen. Noch Ehe das 19.Jahrhundert zu Ende war, wurde Japan in einen Krieg mit China verwickelt. Japan gewann diesen Krieg. Nun konnte sich das Land erweitern, da es Taiwan eingenommen hatten. Nur 10 Jahre später, führte Japan erneut einen Krieg. Jetzt aber gegen den Riesen Russland! Auch hier ging es als Sieger hervor. Es gewann die Südsachalin, das es damals 1875, im Austausch gegen die Kurilen an Russland abgetreten hatte. Ausserdem wurden Japan Sonderrechte in der Mandschurei zugeteilt. Nun hatte es andere Mächte davon ausgeschlossen, irgendwelchen Einfluss über Korea ausüben zu können. So erklärte Japan 1905 Korea zu seinem Protektorat und annektierte es im Jahre 1910.

Kaiseer Meiji, dessen aufgeschlossene und ideereiche Regierung, dazu beigetragen hat die Nation durch die dynamischen Jahre der Umwälzung zu führen, starb 1912 vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges. Damals wurde Japan als eine der grossen Mächte anerkannt.

Schon bald fingen neue Faktoren an, einen störenden Einfluss auf Japan auszuüben. Die weltweite Depression, brachte das wirtschaftliche Leben der Nation ins Schwanken. Es wurde eine Reihe von Skandalen aufgedeckt, die die Öffentlichkeit zum Misstrauen in die politischen Parteien zwang. Dies Lage wurde von Extremisten ausgenutzt und Militärs ergriffen, die ihnen durch die Verwirrung der Zeiten, zufallende Gelegenheit am Schopf. Der Einfluss der politischen Parteien in Japan, nahm ständig ab. Das alles führte zu einem erneuten Krieg mit China. Nun waren die Parteien gezwungen, sich der Führung des Krieges auf eine gemeinsame Plattform der Zusammenarbeit zu einigen. Schliesslich wurden sie ganz aufgelöst und an ihrer Stelle trat eine Vereinigte Nationalpartei.


Von 1945 bis zur Gegenwart

 

Am 6.August 1945 wurde ein Atombombenanschlag gegen Hiroshima durchgeführt. Dort starben schon 200’000 unschuldige Zivilisten. Nur drei Tage später, führte die USA einen neuen Schlag. Diesmal jedoch gegen Nagasaki. Beide richteten verheerende Schäden an!

 

Hiroshima nach dem Angriff.

 

Es wurden rund 250’000 Menschen bei den zwei Schlägen getötet. Noch im selben Monat, musste ein entkräftetes und ermüdetes Japan, von den alliierten Mächten die Bedingungen seiner Niederlage annehmen. Der Kaiser befahl, dass das Volk seine Waffen niederlegen solle. Längere Zeit stand Japan unter amerikanischer, vornehmer Kontrolle.

 

Den Menschen wurden Schäden zugeteilt, die sie ihr Leben lang tragen werden.

 

Unter General Douglas MacArthur leiteten die Besatzungsbehörden verschiedene politische und gesellschaftliche Reformen ein. Der landwirtschaftliche Boden, wurde zu Gunsten früherer Pächter, neu verteilt. Den Arbeitern wurden ihre Rechte zugesprochen. Es wurde ihnen damit auch erlaubt zu streiken, was früher nicht möglich war. In dieser Zeit erhielten die Frauen die Wahlrechte und andere Befugnisse. Die Freiheit der Versammlung, der Rede und der Religion, wurden garantiert. 1947 setzte man eine neue liberale Verfassung in Kraft.

 

1951 unterzeichnete Japan einen Friedensvertrag mit San Francisco. Dieser zeigte ihre Rückkehr in die Gemeinschaft der Völker, als reformierter Staat. Mit Hilfe dieses Vertrages, erhielt Japan das Recht zur Wahrnehmung seiner eigenen auswärtigen Angelegenheiten zurück. Ein Recht, dass es während der Besatzungszeit nicht gab.

Eine der unmittelbaren Aufgaben der Nachkriegszeit war die wirtschaftliche Genesung. Japan erhielt mit wohlwollender Unterstützung der USA und anderen Nationen, den Zutritt verschiedener Internationalen Organisationen. Diese Veränderung ermöglichte es Japan wieder am freien, multilateralen (vielseitig: mit mehreren Partnern)  und internationalen Handel teilzunehmen. Mitte der sechziger Jahre, war das Land stark genug geworden, um an dem Wettbewerb, auf den offenen Märkten der ganzen Welt teilzunehmen.

 

Parallel zum Aufstieg der Wirtschaft, bemühte sich Japan auf diplomatischem Wege um die Wiederherstellung, seiner internationalen Position. Beginnend mit seiner Aufnahme in die Vereinten Nationen im Jahre 1965, trat Japan als zunehmend aktives Mitglied, in internationalen politischen wie auch wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gremien auf.

Die Sicherheitsvereinbarungen mit den Vereinigten Staaten, wurden 1960 im Hinblick sie wechselseitiger zu gestalten, revidiert. Mitte der sechziger Jahre waren alle Schäden egal wo, die im Krieg verursacht worden waren, wieder repariert. Es hatte rund 1 Jahrhundert gebraucht, um alles wieder aufzustellen.

 

Nach einer langen Verhandlungsserie, nahm Japan 1965 formelle diplomatische Beziehungen mit der Republik Korea auf. Die Olympischen Spiele von Tokyo im Jahre 1964, waren das Symbol für das neue Vertrauen des japanischen Volkes und den wachsenden Status des Landes in der internationalen Gemeinschaft.

Seit 1945 konnte sich Japan an einer bemerkenswerten innenpolitischen Stabilität erfreuen. Mit Ausnahme der kurzen Zeit von 1947 bis 1948, in der die Sozialisten an der Regierung waren, hielten die Konservativen eine konstante Mehrheit im Parlament.

In der zweiten Hälfte der 60er Jahre sah sich Japan erstmals im internen und externen Beriech einer neuen Art von Problemen gegenüber. Die Menschen sahen sich, da die unmittelbaren Wünsche an das Leben befriedigt waren, nach neuen Zielen um. Sie wollten insbesondere eine Anhebung ihrer Lebensqualität haben.

Studenten brachten ihre Unzufriedenheit in den Schulen und den Universitäten zum Ausdruck. Verschiedene Bürgerinitiativen, verlangten eine Korrektur gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten. Die vom ganzen Land vorangetriebene Entwicklung erregte in zunehmenden Masse die öffentliche Aufmerksamkeit, da diese eine hohe Verschmutzung verursachte.

Der Übergang zu einem langsameren Wirtschaftswachstum in den 70er Jahren, hat zusammen mit einer immer ernsteren internationalen Wirtschaftssituation, das Leben der Japaner stark beeinflusst. Ihre Denkformen und ihr Lebensstil haben sich gewandelt. Die heutigen Wertformen sind mannigfaltiger geworden und viele messen heute dem Ausdruck des eigenen Ich und dem Streben nach persönlichen Werten, grössere Bedeutung bei. Die Rückgabe der beiden Inseln Shikoku und Kyushu aus amerikanischer Verwaltung an Japan im Jahre 1972 und die Wiederannäherung an die Volksrepublik China im gleichen Jahr, waren zwei bemerkenswerte Ereignisse in den siebziger Jahren. Was die Rolle in der Weltwirtschaft betrifft, so hat Japan verschiedene Massnahmen ergriffen, um seine Märkte zu liberalisieren. Als ein bedeutendes Mitglied des Allgemeinen Zoll und Handelsabkommens, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die sich der Aufrechterhaltung des Freien Handels verpflichtet wissen, spielt Japan gegenwärtig eine bedeutende Rolle. Es spielt in den Bereichen von Handel, Finanzen sowie wirtschaftlicher und technologischer Zusammenarbeit eine hohe Rolle. Seit 1975, ist Japan Mitglied des jährlichen stattfindenden Weltwirtschaftsgipfels von sieben Nationen. 1979 und 1986 fand er in Tokyo statt.

In anbetracht der wachsenden nationalen Stärken und der zunehmenden Erwartungen anderer Länder, an die internationale Rolle Japans, hat die Regierung  der achtziger Jahre eine positive Haltung in Bezug auf steigende Beiträge Japans, an die globale Völkergemeinschaft eingenommen.


Die Regierung

 

Noch heute wird Japan von einem Kaiser regiert. Der heutige Kaiser heisst Akihito.

 

In der Mitte des Bildes, sehen wir den Kaiser Akihito und die Kaiserin Michiko, sitzend vor einem Tischlein.

 

In der japanischen Verfassung, die am 3. November 1946 verkündet wurde und am 3. Mai des darauf folgenden Jahres in Kraft getreten ist, gelobt das japanische Volk die hohen Ideale des Friedens, in der demokratischen Ordnung aufrecht zu erhalten. Einen kleinen Ausschnitt, des damals unterschriebenen Vertrages:

 

„Wir, das japanische Volk, wünschen Frieden für alle Zeiten... Wir wollen einen ehrenhaften Platz in der internationalen Gesellschaft einnehmen, die sich für alle Zeiten für die Aufrechterhaltung des Friedens und die Verbannung von Tyrannei und Sklaverei, Unterdrückung und Intoleranz von der Erde einsetzt.“


 

Diese Verfassung unterscheidet sich in vieler Hinsicht, den westlichen Punkten der Meiji-Verfassung des Jahres 1889. Ihre wichtigsten Vorschriften der heutigen Verfassung sind unter anderem:

 

·Der Kaiser ist das Symbol des Staates und der Einheit des Volkes. Die souveräne Macht liegt beim Volk.

 

·Japan legt den Krieg als souveränes Recht ab. Es lehnt auch die Drohung mit  oder die Anwendung von Gewalt, als Mittel zur Beilegung von Streitigkeiten mit anderen Nationen ab.

 

·Die fundamentale Menschenrechte werden als ewig und unverletzlich garantiert.

 

·Das früherer Oberhaus, dem nur Mitglieder des Adels angehören, wird durch ein Oberhaus ersetzt, dessen Mitglieder wie die Angeordneten des Repräsentantenhauses als Vertreter des ganzen Volkes gewählt werden. Das Repräsentantenhaus jedoch, hat Vorrang vor dem Oberhaus.

 

·Die Exekutive liegt beim Kabinett, das dem Parlament kollektiv verantwortlich ist.

 

·Im breiterem Umfang wird eine lokale Selbstregierung eingeführt.

 

·Der Kaiser hat keine Regierungsgewalt. Er übt nur die Staatshandlungen aus, die in der Verfassung vorgesehen sind. So ernennt er zum Beispiel den Ministerpräsidenten und den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes. Der Ministerpräsident jedoch, wird zunächst vom Parlament, der Präsident des Obersten Gerichtshofes vom Kabinett designiert. Im Namen des Volkes, übt der Kaiser auch solche Tätigkeiten aus, wie die Verkündung von Gesetzen und Verträgen, die Einberufung des Parlaments und die Verleihung von Auszeichnungen. All dies geschieht auf Anraten und mit Zustimmung des Kabinetts.

 

Die Kaiserliche Familie

 

Der heutige Kaiser Akihito, bestieg am 7. Januar 1989 den Thron. Nebst dem Kaiser, gibt es noch andere Familienmitglieder. Nämlich die Kaiserin Michiko, die Kronprinzeissin Masako, Prinzessin Sayako, Prinzessin Kako, Prinzessin Mako, Prinz Akishino, Prnizessin Akishino und Kronprinz Naruhito

 


Grossprojekte

 

Japan hat zahlreiche Grossprojekte. Da viele dieser Projekte Bereiche umfassen, in denen auch andere Länder forschen, schliessen sie teilweise eine aktive Kooperation zwischen Japan und anderen Länder her. Ich möchte euch jetzt drei von denen Projekten vorstellen:

 

Weltraumforschung

 

Bis zum März 1995 hat Japan 58 Satelliten zu unterschiedlichen Zwecken einschliesslich Wetterbeobachtung, Kommunikation, Fernsehen und Erdbeobachtungen, in den Weltraum geschossen. Zuerst war die Rakete H-1, mit einer Höhe von 40 Metern und einer Nutzlastung von 550 Kilogramm für solche Expetitionen bestimmt. Die H-1 wurde im Jahre 1992 durch die H.2 ersetzt, da die H-1 nicht mehr gut genug war, um im Welltraum zu sein. Der erste Japaner flog erst im Jahre 1990 und die erste Japanerin flog im Jahre 1994, in den Weltall.

 

                      

Ein Raumschiff                                            Astronaut

 

 

Magnetschwebebahn

 

Das Technische Forschungsinstitut der Eisenbahnen setzt die Arbeiten an der supraleitenden magnetischen Schwebebahn fort. Man führte wiederholt Versuchsfahrten der Magnetschwebebahn auf einer Teststrecke in der Präfektur Yamanashi auf der Insel Kyushu durch, um ein praktisches Transportsystem zu schaffen.

In den letzten Jahren wurde eine neue Teststrecke in der Präfektur Yamanashi gebaut, die 197 ihren Betrieb aufnahm. Die Höchstgeschwindigkeit ist 517 Stundenkilometer. Die Fahrtgeschwindigkeit mit dem Fahrgästen beträgt noch 400 Stundenkilometer. Der Versuchszug verwendet in seinem Linearmotor als Suprleiter eine Legierung aus Niobium und Titan. Als Kühlmittel verwendet man flüssiges Helium.

 

Das ist der Prototyp der Magnetschwebebahn!

 

Biowissenschaft

 

Auch in der Biowissenschaft werden Forschungen durchgeführt. Ihr Ziel ist es, das verwickelte Funktionen aller Arten lebender Wesen zu erklären. Die Ergebnisse der Forschungen sollen in der Gesundheitspflege, im Umweltschutz, in der Landwirtschaft und Fischerei, in der Lebensmittelverwaltung, in der Fortwirtschaft und in der chemischen Industrie zu Nutzen gezogen werden. Auf dem Gebiet der genetischen Technologie, ein Thema von speziellem Interesse, finden gegenwärtig weitreichende Forschungen statt, die von grundlegenden biologischen Untersuchungen über Struktur und die Funktion der Gene sind. Die Forschungen reichen bis zu Bereichen der Anwendung wie Erforschung von Krankheitsursachen, etwa von Krebs, das Suchen nach Wegen der Massenproduktion von seltenen Medizinischen Substanzen, etwa Insulin oder von menschlichen Wachstumshormonen, die Entwicklung von Organisationen zur Verwendung in chemischen Prozessen und für die Fermentation sowie die Entwicklung neuer Getreidearten und Tieren für die Viehzucht.


Sehenswürdigkeiten

 

Shinjuku

 

Shinjuku ist der Stadtteil Tokios mit den meisten Wolkenkratzern. Hier liegt auch das neue Rathaus von Tokio. Es wurde 1991 gebaut und ist ungefähr 300 m hoch.  Es hat 46. Stockwerke. Im obersten hat man natürlich einen fantastischen Blick auf die Stadt! Beim Bummeln muss man sich immer überlegen, auf welcher Ebene man sich eigentlich befindet - man merkt kaum, ob man unter der Erde, ebenerdig oder sozusagen in der ersten Etage unterwegs ist. Shinjuku ist einer der neuesten und modernsten Stadtteil von Tokio, es gibt aber auch schöne Parkanlagen und hübsche kleine Shinto-Tempel.

 

In der Mitte sieht man den neu erbauten Teil Shinjuku.

 

Kaiserpark

 

Von der Ginza aus, kann man gut zu Fuß die kaiserlichen Anlagen  erreichen. Sie liegen einer riesigen Parkanlage mitten in Tokio. Ursprung ist die Edo-Burg aus dem 16. Jh. Der heutige Palast Kokyo wurde im 19. Jahrhundert errichtet und nach der Zerstörung im 2.Weltkrieg neugebaut. Der Kaiser wurde bis 1945 als Gott (Tenno) verehrt. Seit 1968 ist der Kaiserpark für Touristen zugänglich. Die kaiserlichen Gärten mit dem Palast, sind von einer Mauer umgeben. Für Touristen allerdings gesperrt. Aber schon allein den Park anzusehen und einen Blick auf den Kaiserpalast zu werfen, lohnt sich.


Die Brücke nahe des kaiserlichen Palastes.

 

Asakusa

 

Asakusa befindet sich in Tokyo. Asakusa ist sicher der Ort in Tokio, wo man am besten das traditionelle japanische Leben studieren kann. Die Häuser sind nicht so hoch und es gibt enge Gassen, durch die sich Menschenmassen schieben.
Im Mittelpunkt ist die belebteste Tempelanlage Tokios, der Asakusa Senso, der der Göttin Kannon, der Göttin der Barmherzigkeit, geweiht ist.
Offensichtlich ist es auch ein beliebtes Ausflugsziel von Schulklassen, Soldatenkompanien usw.
Es ist ein beeindruckender Ort mit einer großen Anbetungshalle, Tempeln und Buddha-Statuen. Hier kann man alle möglichen religiösen Rituale beobachten.
So werden u.a. jede Art von Räucheropfern dargebracht. Es gibt aber auch Orte des stillen Gebets.

Das ist die grösste Papierlampe von Japan. Man findet sie in Asakusa.


Sport und Freizeit

 

Traditionelle Sportarten sind nach wie vor beliebt!

 

Fast jede Sportart, gleich ob eine traditionelle oder moderne, hat in Japan eine gewaltige Anhängerschaft. Zu allen grösseren sportlichen Veranstaltungen drängen sich die Leute in die Stadien, während Millionen andere Sport im Fernseher mitverfolgen.

Am beliebtesten sind die Sporte wie Sumo( japanisches Ringen), Judo, Kendo (japanisches Fechten) und Kyudo (japanisches Bogenschiessen). Der Rundfunk und das Fernsehen hat viel dazu beigetragen, die Popularität neu zu beleben. Nun möchte ich euch diese Sportarten vorstellen.

 

Sumo

 

Die Anfänge des traditionellen Stils des Sumo-Ringens lassen sich nicht genau bestimmen. Der Legende nach, soll es älter als 2’000 Jahre sein. Es ist ein sehr formalistischer, aber trotzdem dramatischer Sport. Er wird heute von fast allen Japanern aufmerksam verfolgt. Pro Jahr finden sechs reguläre Sumo-Turniere in Tokyo und anderen grösseren Städten statt. Jedes von ihnen dauert 15 Tage. In der übrigen Zeit des Jahres gehen die professionellen Sumo-Ringer auf Tournee durch das ganze Land.

 

Ein Sumo-Ringer der ein Turnier gewonnen hat.

 


Judo

 

Dieser Sport hat sich aus der alten Kunst Jujutsu entwickelt. Judo ist heute nicht nur in Japan, sondern auch in vielen anderen Ländern eine beliebte Sportart. Seit den Olympischen Spielen in Tokyo 1964, ist es eine olympische Disziplin. Die internationale Meisterschaft wird regelmässig in verschiedenen Teilen der Welt ausgetragen. In Japan selbst findet das jährliche Gesamtjapanische Judo-Turnier überall im Lande reges Interesse.

 

Hier sieht man gerade wie zwei gegeneinander kämpfen.

 

Kendo

 

Kendo verlor nach dem Krieg an seiner Popularität. Jedoch kann es seit neustem wieder einen Aufschwung geniessen.

 

Zwei Kendo Kämpfer.

 


Kyudo

 

Eigentlich ist Kyudo ein normales Bogenschiessen, nur eben auf japanisch!

 

So sieht eine Kyudo-Schule aus.

 

Moderne Sportarten

 

Was moderne Sportarten betrifft, so gilt Baseball, das überall im Lande in Amarteur- und Profiligen gespielt wird, als Nationalsport Japans. 1995 kamen zu den Spielen der  Profiliga 22 Millionen Zuschauer. In der Baseballsaison, die vom Frühjahr bis zum Herbst dauert, werden fast täglich Spiele im Fernsehen übertragen. Baseball können sogar zu Nationalhelden werden. Zwei Spieler, Sadaharu Oh in und Sachio Kinugasa, wurde mir dem Ehrenpreis des Volkes ausgezeichnet.

 

Hart aber wahr.

 


1995 wurde eine Statistik aufgestellt die ich euch gerne zeigen möchte.

 

Sportart

Zahl

(Millionen)

Anteil der Bevölkerung über 14(%)

Durchschnittliche Häufung (mal pro Jahr)

Kegeln

37,9

35,9

4,8

Gymnastik

32

30,3

56,6

Jogging

24,7

23,4

39,2

Schwimmen

21,7

20,5

13,2

Angeln

18,9

17,9

10,9

Baseball, Catchball

17,5

16,6

17,5

Skifahren

16,7

15,8

5,6

Golf

15,7

14,9

20,6

Radfahren

13,2

12,7

12,9

Badminton

13,2

12,5

12,9

Tischtennis

12,5

11,8

12,7

Geräteturnen

12,4

11,7

48

 

 

Freizeit

 

In den letzten Jahrzehnten haben die Japaner damit begonnen, ihrer Freizeit mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Nach Untersuchungen des Zentrums für Freiheitsentwicklung nimmt der Prozentsatz derjenigen, die ihre Freizeit höher bewerten als ihre Arbeit, von Jahr zu Jahr zu.

Einkaufen, Gartenpflege, Arbeiten am Haus, Zusammensein mit Familienmitglieder und Freunden und andere Tätigkeiten solcher Art bilden heute mit Sport und Reisen den Hauptteil der Freizeitbeschäftigung der meisten Japaner.

Die Zahl der Japaner, die im Ausland Ferien machen hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

 


Religion und Gebräuche

 

Religion

 

In Japan wird allen der Verfassung zufolge die Freiheit der Religion garantiert. In Artikel 20 der Verfassung heisst es:

„Keine Religionsgemeinschaft darf vom Staat irgendwelche Vorrechte erhalten, noch irgendwelche politische Macht ausüben. Niemand darf gezwungen werden, an irgendwelchen religiösen Handelungen, Feiern, Riten oder Übungen teilzunehmen. Der Staat und seine Organe enthalten sich der religiösen Erziehung oder irgendeiner anderen religiösen Tätigkeit.“

 

In Japan ist heute der Buddhismus die am meisten gewählte Religion. Der Buddhismus hatte 1994 eine Anhängerschaft von 90 Millionen. Auch das Christentum ist mittlerweile verbreitet. In Japan gab es 1994 1,5 Millionen Christen. Unter anderen Religionen zählen die Moslems über 100'000 Gläubige, einschlieslich vorübergehend anwesenden Personen die von einer fremder Nationalität abstammen.

Japans eigenständige Religion ist der Schinot, der seine Wurzeln in einem animistischen Glauben der alten Japaner hat. Der Schinot entwickelte sich zu einer Religion der Ortsgemeinschaften mit Schreinen für örtliche Haus- und Schutzgötter. Die Menschen vergöttlichten Helden und hervorragende Gemeindeführer hinweg und verehrten die Seelen der Vorfahren ihrer Familien.

 

So sehen Buddhisten in ihren Gewändern aus.

 


Jährliche Ereignisse

 

Im japanischen Jahreskalender finden wir ganz viele Ereignisse. Diese werden meistens mit den verschiedenen Jahreszeiten in Verbindung gebracht. Ich möchte euch nun ein paar vorstellen.

 

Neujahr

 

Wie auch wir feiern die Japaner das Ausklingen des alten und der Beginn des neuen Jahr mit grosser Begeisterung. Die Zeit dieser Feier wird Shogatsu genannt. Im weitesten Sinne meint dieses Wort den ersten Monat des Jahres. Am 1. Januar versammeln sich die Familien und trinken eine besondere Art von Sake. Von diesem Sake nimmt man an, dass er ein langes Laben garantiert. Zu diesem Getränk essen sie ebenfalls eine besondere Art von Suppe mit klebrigen Reiskuchen und löschen alle dunklen Ereignisse des letzten Jahres aus.

Dieses Ereignis ist das grösste in dem japanischen Kalender. Wie auch bei uns haben an den ersten Tagen des neuen Jahres alle Firmen geschlossen.

Viele Leute gehen auch in Schreine, um dort für Glück im neuen Jahr zu beten.

 

Zwei Besucher eines Schreines, die gerade beten.

 


Kindertag

 

Am 5. Mai wurde seit alten Tagen in Japan uns China gefeiert. Seit 1948 ist dieser Tag ein staatlicher Feiertag geworden. Obwohl er Kindertag genannt wird, ist es doch nur ein Fest für Jungen. Familien mit Jungen hängen an diesem Tag vor ihrem Haus Stoffkarpfen auf. Diese Karpfen sind das Symbol für Stärke. Im Haus selber stellen die Leute Samurai-Puppen mit voller Rüstung auf. Diesen Tag feiern sie indem sie besondere Reiskuchen essen.

 

Puppenfest

 

Das Puppenfest oder auch genannt Hina Matsuri findet am 3. März statt. Familien in denen Mädchen leben, stellen an diesem Tag einen Satz von Puppen auf. Diese Puppen stellen den alten Kaiserlichen Hof dar. Sie feiern diesen tag indem sie eine besondere Art von süssen, weissen Sake trinken.

 

So könne solche Puppen Sätze aussehen.

 


Tanabata-Festival

 

Dieses Fest findet am 7.Juli, mancherorts aber auch am 7.August statt. Es hat seinen Ursprung in einer chinesischen Volkslegende über das romantische, in jedem Jahr stattfindende Treffen von zwei Sterne in der Milchstrasse, des Kuhhirten-Sterns (Altair) und des Weber-Sterns (Wega). An diesem Festtag schreiben die Leute ihre Wünsche auf Streifen bunten Papiers, die sie an Bambuszweige heften.

 

So können schlussendlich ganze Dörfer aussehen!

 


                              Lexikon              

 

 

Deutsch:                                                  Japanisch:

 

Frühling                                                                         haru

 

Winter                                                                          fuyu

 

Sommer                                                                         natsu

 

Herbst                                                                          aki

 

Frühsommer                                                                   shoku

 

Guten Tag                                                                      konnic          hiwa

 

Gute Nacht                                                                    oyasumihasai

 

Bitte                                                                             onegaishimasu

 

Entschuldigung                                                               sumimasen

 

Danke                                                                            origato

 

Badezimmer                                                                   oufuro

 

Hause ingang                                                                  genkan

 

Super markt                                                                   supa

 

Brot                                                                              pan

 

Sojasauce                                                                      shoyu

 

Schwarzer Tee                                                              kocha

 

Grüner Tee                                                                    ocha

 

Weizennudeln                                                                udon

 

Grüner Meerrettich                                                       wasabi

 

Reiswein                                                                        sake

 

Regenzeit                                                                      tsuyu

 

Kranich                                                                          tsuru

 

Kiefer                                                                           matsu